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Onlinefestplatten – sicherer Platz für meine Daten

In Zeiten wo mehr und mehr Terabytefestplatten rasenden Absatz finden, gleichzeitig die Internetverbindungen in Deutschland immer besser ausgebaut werden…

So oder ähnlich wollte ich eigentlich mit meinem neuen Blogpost anfangen. Seit Tagen lese ich mich in die Materie ein, nutze wua.la und dropbox – Rapidshare und klassische FTPs.
Ein in letzter Zeit sehr aktiver Bereich des Internets. Vermehrt treten neue Unternehmen hervor und werben manchmal sogar mit dezentralem Speicherplatz im Netz. PC Zeitschriften  beschäftigen sich gerne mit diesem Phänomen und stellen einige der Dienste vor. Einfach mal auf gängigen Magazin-Seiten suchen. Ich beschränke mich daher auf die Systeme, die ich nutze, bzw. genutzt habe. Alle Dienste habe ich einer längeren Testphase unterzogen und dabei

wua.la – 4h online-Zeit pro Tag ermöglicht eigene Speichererweiterung.

Wunderwerke der Technik kann man auf einer kostenlosen Basis natürlich nie erwarten, denn ausfallsicherer Speicherplatz kostet einfach Geld. Ausfallsicherheit der Server beim Provider vorzuhalten verbrennt verschlingt Geld. Hier macht sich wua.la an die Lösung mit einer P2P-bedingten Speicherlösung. Wer eine bestimmte Zeit online ist, kann zusätzlich zu dem Freikontingent Speicherplatz verdienen, in dem er lokalen Speicherplatz für andere wua.la-Benutzer im peer-to-peer-Netzwerk freigibt. Die Inhalte sind dann zweifach verschlüsselt. Weder wua.la noch der Benutzer auf dessen PC die Daten vorgehalten werden können diese einsehen oder Inhalte auslesen. Wua.la hat vor einiger Zeit wohl auch einen Online-Zugriff ermöglicht. Dieses habe ich aber nie getestet. Als ich dies mitbekam war ich jedoch schon zur Dropbox umgeschwenkt. Die Speichererweiterung bei Wua.la richtet sich nach einem Schlüssel aus Onlinezeit und freigegebenem Speicherplatz. Alternativ kauft man Speicher hinzu. Wie jetzt gemeldet wurde ist LaCie bei wua.la eingestiegen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, bald neue Anwendungsmöglichkeiten dieser Software zu sehen.

Dropbox – lokale Ordner gemeinsam nutzen

Dropbox ist ein Dienst der laut dem Entwickler-Blog aus einer Not entstanden ist. Der Entwickler hatte es satt, nicht auf seine Daten zugreifen zu können, wenn er seinen USB-Stick vergessen hatte. Er wollte eine Lösung haben, die Daten mit den angeschlossenen Rechnern abgleichen kann. Es können Ordner mit Freunden “geteilt” werden. Hierfür bedarf es nur der Freigabe an einen anderen Nutzer. Die Einbindung in das lokale Dateisystem ermöglicht es, die gemeinsam genutzten Ordner aus allen Programmen aufzurufen und so beispielsweise stets einen aktuellen Stand der Dokumente. Der Dienst ist einfach zu bedienen und gleicht sich im Hintergrund ab. Kleine Statusmeldungen weisen auf neue oder veränderte Dateien in den Ordnern hin. Wer gerne mit Freunden Urlaubsfotos tauscht oder eben die Rezepte-Datenbank in der Excel-Datei mit mehreren Leuten teilen möchte für den ist Dropbox gut geeignet.  Auch im professionelleren Bereich. wo Dateien auf dem PC im Büro mit dem PC zu Hause und an anderen Firmenstandorten synchronisiert werden sollen und eben nicht ein extra Server diese Aufgaben übernehmen soll eignet sich diese Software, natürlich in begrenztem Maße, auch. Speichererweiterungen bei dropbox kosten 100 $ im jahr für 100 GB, zahlt man monatlich kostet es 10$ für 100 GB.

Rapidshare – die Downloadmaschine mit bedingtem Nutzen

Rapidshare, ein Dienst um Daten im Internet beliebigen Personen zum Download anzubieten. Ein Dienst dem ein unterschiedlicher Ruf vorauseilt. Sind die Aktivitäten nun legal und nicht. Die bloße Möglichkeit illegale Inhalte zu hinterlegen kann hierbei das Maß der Dinge nicht sein. Bei Rapidshare lädt man Dateien auf deren Server und bekommt eine URL generiert, die man an Freunde und Bekannte weitergeben kann. Nach einer Zeitspanne von ca. 90 Tagen in denen die Datei nicht mehr heruntergeladen wurde, wird sie automatisch vom System entfernt. Alternativ kann der Erzeuger der Datei diese auch selbständig wieder entfernen. Ich habe diesen Dienst während einer Asienreise gerne genutzt. Ich konnte dort Fotos hochladen und musste nur noch einen Link in Emails weitergeben. Genug Vertrauen in den Dienst ermöglicht es sogar die kompletten Urlaubsfotos dort abzulegen und die Speicherkarte wieder zu leeren. Manko und Geschäftsfeld des Unternehmes ist der maximale Download pro Tag pro IP von 100MB. Als Premium-Kunde mit monatlicher Laufzeit greifen, je nach tarif unterschiedliche Vorteile. Meistens unterscheiden sich diese in dem enthaltenen Download-Traffic. Daher für Leute die eben nicht ständig ihren Router neustarten wollen bei größeren Dateien nicht sinnvoll nutzbar.

FTP – der klassische Weg

FTP-Server waren seit den Zeiten der Brotkästen und Mailboxen immer der Weg um Daten für mehrere Personen bereitzustellen. Die Möglichkeiten auf FTP-Server zuzugreifen sind selbst im einfachen Explorer unter Windows eingebunden und wer eine Internetseite sein Eigen nennt, spielt diese Seite in wahrscheinlich 98% der Fälle auch dort per FTP-Transfer auf.
Jedoch schwingt bei Wort FTP und Server aber auch immer ein gewisser Grad an Technikbegriffen und damit eine distanzierend wirkende Atmosphäre mit, mit denen eben nicht jeder etwas anzufangen weiß.  Dabei ist es mittlerweile auch unter einfachsten Bedingungn möglich auf FTP-Speicher als verbundenes Laufwerk lokal zuzugreifen oder zumindest in einer so konfortablen Art, dass mir die Scheu vor diesem Protokoll manchmal sonderbar erscheint. Hier bietet sich dann der Einsatz von portabler FTP-Software an um in einem ähnlichen Szenario wie bei der Dropbox daten gemeinsam zu nutzen oder dezentral nutzen zu können.

Ich frage mich, während ich diese Zeilen tippe wo entweder der Vorteil der Online-Festplatten oder zumindest das Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem FTP-Server liegt. Ich nehme an, dass viele Ihren Speicherplatz bei den unterschiedlichsten Providern eher als Internetseite sehen und verstehen als ihn mit FTP-Tools wie beispielsweise filezilla zum Transfer von Daten zu nutzen. Worin aber sonst steckt der Sinn bei den immer größer werdenden Hostingpaketen. Kaum sind diese noch unter 300MB zu bekommen, vielerorts zu erschwinglichen Preisen sogar schon mit deutlich größerem Platzangebot ab 1GB.

Datensicherheit – nur das eigene Backup bringt endgültige Sicherheit

Zum Punkt der Datensicherheit haben viele Anbieter viele Antworten. Alle sagen natürlich, dass die Daten sicher gespeichert sind. Bei vielen der kostenlosen Dienste muss man sich aber dennoch, oder gerade auf Grundlage der kostenfreien Nutzbarkeit die Frage stellen, ob Datenausfälle vorkommen können und wichtig wichtig! Welche Auswirkungen bedeuten Speicherausfälle für das System. Existieren Backups der Daten?
Hierbei hat in meinen Augen wua.la mit der P2P-Technik einen guten Vorteil. 1 Kopie bei wua.la auf den Servern und mehrere verteilt bei vielen Nutzern. Der Community-Gedanke als Festplatte.

Mein Favorit ist und bleibt jedoch der klassische FTP-Server.

Ich vertraue meinem Hostinganbieter, daher vertraue ich ihm auch meine Daten an.

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  1. 20. März 2009, 17:36 | #1

    Schöner Bericht! Ein wichtiges Element von Dropbox hast du allerdings übersehen. Und zwar die Versionierung. Man kann über das Online-Backend alte Versionen von Dateien, welche man überschrieben hat, wiederherstellen. Ist nicht gerade unbeachtlich für Entwickler. ;)

  2. 17. August 2009, 09:33 | #2

    Also ich wprde meine Daten auf garkeinen fall den Online Festplatten anvertrauen, dazu ist mir das ganze noch viel zu unsicher. Ha hole ich mir lieber eine 2te Festplatte für meinen Rechner.

  3. 20. September 2009, 20:15 | #3

    Mhhh… interessant, wobei ich Lukas eher zustimmen würde… Die Gefahr das Daten woanders landen ist groß.
    Zum einem haben die englischen Anbieter ihre eigenen AGBs die wir eh nicht lesen geschweige denn verstehen.
    Und das bei einem StartUp auch mal eine Datenpanne bzw. ein Datenleck auftritt ist sehr wahrscheinlich, da sich neue Unternehmen in der Web2.0-Welt eher auf Funktionen anstatt Sicherheit bemühen.
    Ich trau dem auch nich wirklich.
    Grüße

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